St. Stephan, Barockpfarrkirche in Pápa, Ungarn.
Die Pfarrkirche Sankt Stephan ist ein Barockbau mit zweiteiligen Türmen an der Fassade und wird durch Marmordekorationen geprägt, die von den Meistern Carlo und Giacomo Adami gefertigt wurden. Der Innenraum folgt einer offenen Grundform ohne Seitenkapellen, sodass der Blick vom Eingang den gesamten Kirchenraum erfasst.
Der Bau begann 1774 unter der Leitung des Architekten Jakab Fellner und anderte sich bis 1786, wobei Josef Grossman die Arbeiten nach Fellners Tod fortführte. Das Projekt verkörpert die Architekturveränderungen des ausgehenden 18. Jahrhunderts in der Region.
Die Innenausstattung zeigt Fresken mit Szenen aus dem Leben des heiligen Stephanus, gemalt von Franz Anton Maulbertsch. Diese Darstellungen prägen das Erscheinungsbild des Innenraums und erzählen dem Besucher von der Verehrung dieses Heiligen in der Gemeinde.
Besucher können das Innere leicht erkunden, da es durch die offene Architektur möglich ist, von verschiedenen Positionen aus alle Details des Innenraums zu sehen. Die fehlenden Seitenkapellen machen die Navigation durch den Kirchenraum unkompliziert und ermöglichen eine freie Bewegung.
Der Hochaltar enthält Figuren aus Carrara-Marmor, die Engel und Heilige darstellen, während das zentrale Altarbild die Steinigung des heiligen Stephanus zeigt. Dieses seltene Motiv der Steinigung ist ungewöhnlich für die lokale Kirchenkunst dieser Epoche.
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