Zirc Arboretum, Botanischer Garten in Zirc, Ungarn.
Das Arboretum von Zirc liegt auf etwa 400 Metern Höhe und ist damit die höchstgelegene Sammlung lebender Bäume Ungarns; es grenzt an die Anlage der Zisterzienserabtei im Zentrum von Zirc. Seine rund 600 Baum- und Straucharten umfassen etwa siebzig eingeführte Nadelgehölze, darunter Ungarns älteste Zirbelkiefern. Der Bach Cuha durchquert den Garten und speist den mittelalterlichen Fischteich am Eingang.
Die Anlage entstand im späten 18. Jahrhundert, als Zisterzienermönche begannen, eine Baumsammlung aufzubauen. Sie erhielt 1951 den Status eines geschützten Naturdenkmals auf nationaler Ebene.
Der Arboretum ging aus dem Landschaftsgarten von 1780 des Zisterzienserklosters hervor, und am Eingang liegt noch der mittelalterliche Fischteich, den der durch die Anlage fließende Cuha-Bach speist. 2012 bat die Abtei um Rückgabe des Parks; das Ministerium lehnte ab, da geschütztes Land nur gegen ein Gebiet gleichen Naturwerts getauscht werden darf.
Der Besuch ist am besten bei trockenem Wetter möglich, da die Wege bei Regen rutschig werden können. Gutes Schuhwerk und ausreichend Zeit für langsame Spaziergänge sind empfehlenswert.
Eine Allee mit Lindenbäumen, die 1809 vom Landschaftsgärtner Gregorius Mayer gepflanzt wurde, ist heute über 200 Jahre alt und folgt dem Verlauf einer antiken römischen Straße. Diese historische Baumreihe ist eines der bemerkenswertesten Elemente des Gartens und prägt deutlich das Bild bestimmter Bereiche.
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