Kastell Intercisa, Römische Militärfestung in Dunaújváros, Ungarn
Castra Intercisa ist ein römisches Militärlager in Dunaújváros, das auf einem Hügel am rechten Ufer der Donau errichtet wurde. Das Lager verfügte über Tore, Ecktürme und ein zentrales Verwaltungsgebäude, von denen noch Teile zu erkennen sind.
Das Lager wurde als Teil der pannonischen Grenzverteidigung errichtet und diente über mehrere Jahrhunderte als wichtiger Vorposten am Donaulimes. Im Jahr 433 zogen sich die Römer aus der Region zurück, und das Lager verlor damit seine Funktion.
Die Inschriften und Gegenstände, die hier gefunden wurden, zeigen, dass Soldaten und Zivilisten aus verschiedenen Teilen des Römischen Reiches hier lebten und ihre eigenen Gebräuche mitbrachten. Besonders auffällig ist die Vielfalt der Sprachen und Symbole, die auf den erhaltenen Steinen zu sehen sind.
Das Gelände ist zu Fuß erkundbar, wobei einige Bereiche eben sind und andere etwas steilere Wege haben, sodass festes Schuhwerk empfehlenswert ist. Es lohnt sich, genug Zeit einzuplanen, um die verschiedenen Mauerreste und Strukturen in Ruhe zu besichtigen.
Bei Ausgrabungen wurde hier ein seltenes Tonmodell gefunden, das den Eingang eines römischen Festungstors im Detail zeigt. Solche Modelle sind äußerst selten und geben einen konkreten Hinweis darauf, wie diese Tore tatsächlich aussahen.
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