Eisenbahnviadukt Biatorbágy, Eisenbahnbrücke in Biatorbágy, Ungarn
Das Biatorbágy-Eisenbahnviadukt besteht aus zwei nebeneinander verlaufenden Stahlkonstruktionen, die sich über das Tal des Füzes-Baches spannen und mit ihren Bögen eine technische Besonderheit aus der späten Gründerzeit darstellen. Die beiden Bauwerke unterscheiden sich leicht in Konstruktion und Alter, was ihre unterschiedliche Entstehungszeit widerspiegelt.
Die nördliche Brücke wurde 1884 fertiggestellt, während die südliche Brücke 1898 vollendet wurde und beide die Budapest-Hegyeshalom-Bahnlinie bis zu ihrer Stilllegung in den späten 1970er-Jahren bedienten. Diese beiden Bauphasen zeigen die wachsende Nachfrage nach Eisenbahnkapazität in dieser Region während des Ausbaus des ungarischen Eisenbahnnetzes.
Der Viadukt ist als historisches Denkmal Ungarns eingestuft und repräsentiert die Ingenieurskunst und Eisenbahnentwicklung des späten 19. Jahrhunderts.
Die südliche Brücke ist heute ein Fußgängersteg und Aussichtspunkt, von dem aus man die Landschaft des Komitats Pest überblicken kann. Der Zugang ist einfach und der Ort bietet einen guten Platz zum Verweilen und zum Betrachten der Konstruktion aus verschiedenen Winkeln.
1931 überstand das Viadukt einen Terroranschlag, als Szilveszter Matuska Sprengstoff unter einen vorbeifahrenden Zug legte, doch das Bauwerk erlitt nur minimale Schäden. Dieses Ereignis machte den Ort trauriger bekannt und zeigt die robuste Konstruktion der Eisenbahnbrücken jener Zeit.
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