Zelezna Baba Cave, Kalksteinhöhle in Sóskút, Ungarn.
Zelezna Baba öffnet sich am Fuß eines aufgelassenen, verbuschten Steinbruchs am Nordende eines Felsrückens des Kálvária-hegy, nördlich von Sóskút. Der Eingang ist 6,5 m breit und 5,5 m hoch, unregelmäßig geformt und horizontal ausgerichtet. Im Inneren verzweigt sich die einstöckige Höhle in zwei etwa 10–15 m lange Gänge von 1–1,5 m Höhe und 2–3 m Breite mit dreieckigem Querschnitt. Die horizontale Ausdehnung beträgt 46 m.
Aus der Höhlenfüllung stammen archäologische Funde aus der Bronzezeit und der Römerzeit; die Fundstellennummer der Höhle ist 11446. In den 1920er Jahren wurde die Felswand in einem Steinbruch abgebaut, wobei das Gestein bis zur Felsplatte vor der Höhle abgetragen und ihr äußerer Teil zerstört wurde. Árpád Halász vermaß die Höhle am 20. August 1939 und zeichnete Grundrisse und einen Schnitt im Maßstab 1:500.
Der Name Zelezna Baba erscheint erstmals in einer 1976 verfassten Handschrift und wurde 1984 gedruckt. Ältere Quellen nennen die Höhle Babó-lyuk, Babólyuk, Sóskuti-barlang und Sós-kuti-barlang. Eine 1940 festgehaltene örtliche Überlieferung berichtet, dass sich während der osmanischen Herrschaft Einwohner von Sóskút darin versteckten und der Eingang später zugemauert wurde.
Die Höhle ist nicht versperrt und ohne Genehmigung zugänglich, jedoch nur mit grundlegender Höhlenausrüstung; die Gänge sind niedrig, etwa 1 bis 1,5 m hoch, und der Boden fällt nach Südwesten ab. Der Eingang liegt am Fuß eines zugewachsenen, aufgelassenen Steinbruchs an der Benta-patak-Seite des Kálvária-hegy nördlich von Sóskút. Nach etwa 60 m versperren Humus und Ton den Weiterweg.
Die Höhlenfüllung lieferte bronzezeitliche und römerzeitliche Funde; sie ist als archäologische Fundstelle Nr. 11446 registriert. Halász Árpád, der sie 1939 vermaß, notierte örtliche Sagen: einen 15 km langen Gang nach Etyek und Dorfbewohner, die in den Türkenkriegen mit Branntkalk eingemauert wurden.
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