Schloss Brunswick, Klassisches Herrenhaus in Martonvásár, Ungarn.
Das Brunszvik-Herrenhaus ist ein Wohngebäude im neugotischen Barockstil mit charakteristischen Dreifachbogenfenstern und einem markanten Turm. Der Bau beherbergt elf Zimmer in einem Flügel und dient heute auch als Ausstellungsort.
Antal Brunszvik, der von Maria Theresia den Grafentitel und das Gut Martonvásár erhalten hatte, starb 1783, und seine Ländereien wurden unter seinen Kindern aufgeteilt; Martonvásár fiel an Antals Linie, und 1785 entstand dort ein eingeschossiges Barockherrenhaus mit elf Räumen, während das Land noch der Familie Beniczky gehörte. Ferenc Brunszvik ließ in den 1820er Jahren ein Obergeschoss im klassizistischen Stil aufsetzen, und sein Sohn Géza ließ das Herrenhaus zwischen 1872 und 1875 im neugotischen Stil umbauen. 1897 kaufte es der Brauereibesitzer Antal Dreher, der es bis 1945 behielt; seit 1953 gehört es der Ungarischen Akademie der Wissenschaften.
Die Familie Brunszvik empfing Beethoven mehrmals zu Besuch und pflegte eine enge Beziehung zum Komponisten. Im Haus können Besucher Erinnerungen an diese Verbindung und das kulturelle Leben des 19. Jahrhunderts entdecken.
Der 70 Hektar große englische Park liegt nördlich des Schlosses; der Szent-László-Bach ist aufgestaut und bildet eine kleine Insel, die über Wege erreichbar ist und auf der die Beethoven-Statue steht. Der Park ist seit 1953 Naturschutzgebiet und wird vom Landwirtschaftlichen Forschungsinstitut der MTA betreut, neben den Wegen liegen also bewirtschaftete Flächen.
Der 70 Hektar große englische Park wurde für Ferenc Brunszvik von Christian Heinrich Nebbien angelegt, der den Szent-László-Bach aufstaute und so die Insel schuf. Die Beethoven-Statue von Pásztor János wurde dort zum 100. Todestag des Komponisten aufgestellt. Der Park ist seit 1953 Naturschutzgebiet und wird vom Landwirtschaftlichen Forschungsinstitut der MTA unterhalten.
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