Grabeskirche, Religiöse Basilika in Altstadt, Israel
Die Grabeskirche ist eine Basilika im Christlichen Viertel der Altstadt von Jerusalem, die mehrere heilige Stätten unter einem Dach vereint. Das Gebäude erstreckt sich über zwei Ebenen und umfasst zahlreiche Kapellen, die um eine zentrale Ädikula angeordnet sind, ein kleines Gebäude aus Marmor und Kalkstein im Zentrum der Rotunde.
Kaiser Konstantin und Helena Augusta gründeten die Kirche im Jahr 326 über den Stätten, die als Grab und Kreuzigungsort Jesu verehrt werden. Persische Truppen zerstörten das ursprüngliche Gebäude im 7. Jahrhundert, woraufhin spätere Herrscher es in den folgenden Jahrhunderten mehrfach wieder aufbauten und umgestalteten.
Während der Gottesdienste hört man Gesänge in verschiedenen Sprachen, da griechisch-orthodoxe, römisch-katholische und armenische Gemeinden den Raum gemeinsam nutzen. Pilger knien sich oft auf den Boden, um die Stelle zu berühren, an der das Kreuz gestanden haben soll, während Priester in traditionellen Gewändern durch die Gänge ziehen.
Eine muslimische Familie verwahrt seit dem 12. Jahrhundert die Schlüssel zum Haupteingang und öffnet sowie schließt die Türen täglich morgens und abends. Die Gänge im Inneren sind oft eng und überfüllt, besonders während religiöser Feiertage, daher sollte man Geduld mitbringen und auf andere Besucher Rücksicht nehmen.
Ein hölzernes Leiterende lehnt seit Jahrhunderten unverändert unter einem Fenster im oberen Stockwerk, ohne dass jemand weiß, wer es dort platziert hat oder warum es nie entfernt wurde. Die verschiedenen christlichen Gemeinschaften, die sich das Gebäude teilen, haben untereinander vereinbart, dass keine Veränderung vorgenommen werden darf, ohne dass alle zustimmen, sodass selbst kleine Gegenstände an Ort und Stelle bleiben.
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