Kfar Yehoshua, Landwirtschaftlicher Moshav im Jesreeltal, Israel.
Kfar Yehoshua ist ein landwirtschaftlicher Moschaw in der Jezreel-Ebene zwischen Haifa und Nazareth im Norden Israels, gelegen auf etwa 52 Metern Höhe inmitten fruchtbarer Böden. Die Siedlung besteht aus privaten Farmen, die von Familien bewirtschaftet werden, ergänzt durch gemeinsame Infrastruktur wie Lagerhallen und Packstationen für die Ernte.
Die Siedlung entstand 1927 durch Landankäufe von Yehoshua Hankin, der 1924 etwa 8000 Dunam von der Familie Twsiny erwarb. Damit war sie Teil einer großeren Bewegung der Agrarkolonisierung durch jüdische Organisationen in dieser Zeit.
Die Gemeinde verkörpert das Konzept des Moschaw, bei dem Familien ihre eigenen Höfe bewirtschaften, aber gemeinsam Maschinen nutzen und Verarbeitungsanlagen teilen. Diese Form der Zusammenarbeit prägt bis heute das Zusammenleben und die wirtschaftliche Organisation der Bewohner.
Der Ort liegt relativ leicht zu erreichen zwischen den Städten Haifa und Nazareth und kann mit dem Auto besucht werden. Die alte Bahnstation mit ihren restaurierten Gebäuden zeigt die frühe Infrastruktur der Region und lässt sich während eines Spaziergangs erkunden.
Der Siedlungsplan wurde von Richard Kauffmann entworfen, einem deutsch-jüdischen Architekten, der viele landwirtschaftliche Gemeinschaften in der Region gestaltete. Seine Entwürfe berücksichtigten praktsiche Aspekte wie Wasserzugang und Straßenführung, die das Alltagsleben bis heute prägen.
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