Nahalal, Landwirtschaftliche Kulturerbestätte im Jesreeltal, Israel
Nahalal ist ein kooperatives Bauerndorf im Norden Israels, dessen Wohnhäuser und Höfe nach einem konzentrischen Plan angelegt sind. Die zentrale Zone enthält öffentliche Gebäude und Gemeinschaftseinrichtungen, während die landwirtschaftlichen Parzellen sich ringförmig nach außen erstrecken und jedem Haushalt eine Anbaufläche zuweisen.
Die Gründung erfolgte 1921 durch Siedler aus der Zweiten Alija, die ein neues Modell der landwirtschaftlichen Kooperation ohne Kollektiveigentum erprobten. Dieses Modell wurde zum Vorbild für viele weitere Moschawim, die in den folgenden Jahrzehnten in ganz Palästina und später Israel entstanden.
Der hebräische Name stammt vom biblischen Stammesgebiet Sebulon und verbindet das Dorf mit der historischen Region Galiläa. Heute wird die landwirtschaftliche Identität durch Werkstätten und Ausbildungsprogramme gepflegt, die Besuchern Einblicke in das Leben auf einem kooperativen Bauernhof geben.
Das Dorf liegt an der Kreuzung mehrerer Landstraßen im Jesreeltal, die aus Haifa und anderen Städten Nordisraels erreichbar sind. Besucher können sich frei in den Außenbereichen bewegen, sollten aber beachten, dass die Parzellen bewohnt und bewirtschaftet werden.
Der kreisrunde Grundriss wurde vom deutsch-jüdischen Architekten Richard Kauffmann entworfen und spiegelt den Wunsch wider, Gleichheit zwischen den Siedlerfamilien durch identische Parzellen zu gewährleisten. Von der Luft aus betrachtet ist die geometrische Form noch heute deutlich sichtbar und zeigt die Symmetrie des ursprünglichen Plans.
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