Ari Ashkenazi Synagogue, Aschkenasische Synagoge aus dem 16. Jahrhundert in Safed, Israel
Die Ari-Ashkenazi-Synagoge steht in der Israel-Najara-Straße im alten jüdischen Viertel von Safed. Ihr Heiliger Schrein aus Olivenholz, von einem Handwerker aus Galizien geschnitzt, ragt hoch auf mit farbigen Schnitzereien jüdischer Symbole, Pflanzen und Tiere, darunter ein Löwe für das Akronym Ari. Eine hebräische Inschrift über dem Eingang lautet: „Wie ehrfurchtgebietend ist dieser Ort, die Synagoge des Ari seligen Angedenkens.“
Die Synagoge wurde im 16. Jahrhundert von sephardischen Einwanderern aus Griechenland gegründet; eine Steinplatte nennt 1578, sechs Jahre nach Luries Tod, wurde aber erst nach der Renovierung von 1937 angebracht. Das Erdbeben in Galiläa von 1837 zerstörte sie, und bis 1857 wurde sie wiederaufgebaut, wie eine Inschrift an der Fassade belegt. Während des Krieges von 1948 fiel eine Bombe in den Hof, Splitter drangen in die volle Synagoge, doch niemand wurde verletzt.
Die Synagoge bewahrt Gebetsbräuche, die ihre Vorsteher pflegen, viele davon von der sephardischen Praxis in Safed und von Lurias eigener gemischter Herkunft geprägt: Die Torarolle wird vor der Lesung erhoben, Bittgebete entfallen an zusätzlichen Tagen, darunter der 5. Aw, der Todestag Lurias, und das Hallel an Rosch Chodesch wird ohne Segen gesprochen.
Die Synagoge liegt in der Israel-Najara-Straße im alten jüdischen Viertel von Safed, wenige Schritte von der sephardischen Ari-Synagoge entfernt. Es ist eine aktive orthodoxe Gemeinde: Männer und Frauen sitzen getrennt, Besucher kleiden sich zurückhaltend und verhalten sich während der Gebete ruhig. Am Eingang fehlt eine Mesusa; nur der kleine innere Lernraum für die Tora besitzt eine.
Im Hof steht eine Säule mit einer ausgehöhlten Oberfläche, die traditionell als Feuerentzündungsort bei den Lag-Ba'Omer-Feiern genutzt wurde. Dieses Details ist heute kaum noch bekannt.
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