Stephanskirche, Kirchengebäude in Jerusalem
St. Stephans Basilika ist eine Kirche in Jerusalem, die in der Nähe des Damaskustors außerhalb der Altstadt liegt und einen schlichten aber stabilen Baustil zeigt. Der Komplex besteht aus der Hauptkirche mit weißen Mauern, einem ruhigen Hof und benachbarten Gebäuden einer französischen Schule für biblische Archäologie.
Die Geschichte des Ortes beginnt im Jahr 439, als die Kaiserin Eudocia eine Kapelle baute, um den heiligen Stephanus zu ehren, dessen Reliquien man in einer nahe gelegenen Höhle gefunden hatte. Der Ort erlebte Zerstörung durch persische Invasionen im Jahr 614 und spätere Kämpfe während der Kreuzzüge, bevor französische Mönche ab 1882 unter der Leitung von Comte de Piellat die heutige Basilika wiederaufbauten und 1900 einweihten.
Die Kirche trägt den Namen des heiligen Stephanus, des ersten christlichen Märtyrers, dessen Verehrung an diesem Ort tief in der lokalen Glaubensradition verwurzelt ist. Der Ort wird von Pilgern aufgesucht, um sich an die frühen Anfänge des Christentums zu erinnern und die Bedeutung dieser Stätte in der religiösen Geschichte Jerusalems zu verstehen.
Der Ort liegt in der Nähe des Damaskustors an der Nablus Road und ist am einfachsten zu Fuß vom Zentrum Jerusalems zu erreichen. Besucher sollten vorab Arrangments treffen, da der Zugang durch das angrenzende Schulgelände erfolgt und die Öffnungszeiten begrenzt sind.
Während der Restaurierungsarbeiten 1885 wurden unter dem Kirchenboden Gräber aus der Zeit des Ersten Tempels entdeckt, die in Fels geschnitten waren und Nischen für die Toten sowie Platz für antike Gegenstände aufwiesen. Diese Funde zeigen, wie Menschen in der Antike ihre Verstorbenen begruben und geben seltene Einblicke in die religiösen Bräuche des alten Jerusalem.
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