Tel Nagila, Archäologische Stätte im Südbezirk, Israel
Tel Nagila ist ein Tell auf einem Hügel am Westufer des Nahal Shikma, zwischen der Route 40 und dem Kibbuz Ruchama. Seine Hauptreste stammen aus der Mittelbronzezeit II: eine Erdrampe mit Stützmauer und Tor sowie ein späteres Gebäude mit dicken Mauern. Eine einzelne Tamariske stand bis zu ihrem Sturz in einem Sturm am 12. März 2020 auf dem Gipfel.
Tel Nagila wurde 1962 von Ruth Amiran und Avraham Eitan ausgegraben, die nach der philistäischen Stadt Gat suchten; nach zwei Kampagnen stellten sie fest, dass es nicht Gat war. Die Hauptfunde stammen aus der Mittelbronzezeit II (Schicht VII), als die ägyptische 18. Dynastie die Region beherrschte: Wohnbauten, ein Erddamm mit Stützmauer und ein Tor. Die Siedlung wurde zerstört und bald wieder aufgebaut (Schicht VI), mit einem Gebäude mit dicken Mauern und einem Boden mit einem zweifarbigen Kochtopf aus der Spätbronzezeit I. Auch ein Dorf der Eisenzeit II und ein mamlukisches Bauwerk auf dem Gipfel wurden gefunden.
Der hebräische Name geht auf das arabische Tel al-Najila zurück, „Hügel des Grases“; eine einzelne Tamariske stand auf der Kuppe, bis ein Sturm sie am 12. März 2020 umwarf. Der Tell ist von der Route 40 südlich von Beerscheba zu sehen, und ein blau markierter Kurkar-Weg führt von der Pura-Reserve hinauf.
Der Zugang erfolgt über einen mit Blau markierten Kurkarweg, der aus dem Naturreservat Pura kommt. Der Tell liegt zwischen der Straße 40 und dem Kibbuz Ruchama; auf seiner Kuppe stand eine einzelne Tamariske, bis sie am 12. März 2020 einem Sturm zum Opfer fiel. Von oben blickt man über die umliegenden Felder.
Jahrelang stand eine einzelne Tamariske auf dem Tell und war von der Straße 40 aus zu sehen; am 12. März 2020 fiel sie einem Sturm zum Opfer. Die osmanische Armee baute 1915 eine Bahnstrecke mit 105 cm Spurweite nach Beerscheba, und die Reste ihrer Brücke über den Nahal Shikma sind beim Tell noch zu erkennen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.313 Mitwirkenden weltweit.