Neu-Delhi, Hauptstadt in Nordindien.
Die Planstadt erstreckt sich über die Ebenen des Yamuna-Flusses mit breiten, von Bäumen gesäumten Boulevards, Verwaltungsgebäuden und Grünflächen auf einer Gesamtfläche von 43 Quadratkilometern. Das Straßennetz folgt einem radialen und hexagonalen Raster, das von den britischen Architekten Edwin Lutyens und Herbert Baker entworfen wurde.
Die britische Kolonialverwaltung ernannte die Stadt 1911 zur neuen Hauptstadt Britisch-Indiens und verlegte den Regierungssitz von Kalkutta hierher. Die formelle Einweihung erfolgte 1931 nach zwanzigjähriger Bauzeit. Nach der Unabhängigkeit 1947 wurde sie zur Hauptstadt der Indischen Republik und erfuhr seitdem massive bauliche Erweiterungen.
Die Stadt beherbergt das Parlament, den Obersten Gerichtshof und alle wichtigen Ministerien der indischen Bundesregierung, die täglich Entscheidungen für über eine Milliarde Menschen treffen. Zahlreiche Denkmäler und öffentliche Plätze erinnern an die Unabhängigkeitsbewegung und deren führende Persönlichkeiten, darunter Mahatma Gandhi und Jawaharlal Nehru.
Das U-Bahn-Netz verbindet alle wichtigen Bezirke über sechs farbkodierte Linien, die von 6 bis 23 Uhr mit dreiminütigen Taktzeiten verkehren. Der Indira Gandhi International Airport liegt 16 Kilometer südwestlich und bietet Flugverbindungen zu allen wichtigen Städten weltweit. Die beste Reisezeit liegt zwischen Oktober und März, wenn die Temperaturen gemäßigt sind.
Das Nationalmuseum beherbergt über 200.000 Objekte, die 5.000 Jahre indischer Kunstgeschichte abdecken, von antiken Skulpturen bis zu zeitgenössischen Gemälden. Der Jantar Mantar, erbaut 1724, enthält 13 astronomische Instrumente aus Stein und Messing, die ohne optische Hilfsmittel Sonnenstände und Planetenbewegungen messen können.
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