Hyderabad House, Denkmalgeschütztes Regierungsgebäude in Neu-Delhi, Indien
Das Hyderabad House ist ein Herrenhaus mit 36 Zimmern, das symmetrische Flügel und Kuppeln verbindet, während klassische europäische Elemente mit indischen architektonischen Details vermischt werden. Das Gebäude folgt einem Schmetterlingsgrundris mit kreisförmigen Räumen unter Kuppeln, eine Layoutstruktur, die auf durchdachte Raumaufteilung hindeutet.
Edwin Lutyens entwarf diesen Palazzo zwischen 1926 und 1928 für den Nizam von Hyderabad, einen der wohlhabendsten fürstlichen Herrscher Indiens. Die Fertigstellung markierte einen Höhepunkt der Architektur aus der Zeit des britischen Raj.
Die Eingangstore zeigen bronzene Staatswappen mit asiatischen Löwen und Inschriften aus den Upanishaden, die indische philosophische Traditionen widerspiegeln. Diese Symbole prägen das Erscheinungsbild und erinnern Besucher an die tiefe kulturelle Bedeutung des Ortes.
Das Gebäude wird vom Ministerium für auswärtige Angelegenheiten für diplomatische Veranstaltungen und staatliche Funktionen genutzt und erfordert vorherige Arrangements für den Zugang. Besucher sollten mit eingeschränkter Verfügbarkeit rechnen und Besichtigungen im Voraus planen.
Die symmetrische Grundform ist mit der benachbarten Baroda House identisch, da beide Häuser nach ähnlichen Entwurfsmustern vom selben Architekten entstanden. Diese parallele Gestaltung bildet ein seltenes Beispiel von wiederholter architektonischer Planung für fürstliche Residenzen.
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