Arunachal Pradesh, Bundesstaat im Nordosten Indiens.
Arunachal Pradesh ist ein Bundesstaat im äußersten Nordosten Indiens, der an Bhutan, Tibet und Myanmar grenzt. Das Gelände steigt von subtropischen Flusstälern im Süden bis zu schneebedeckten Gipfeln der Himalaya-Kette im Norden an, wobei dichte Wälder und Hochplateaus weite Teile der Landschaft prägen.
Das Gebiet wurde während der britischen Kolonialherrschaft als Grenzregion verwaltet und blieb bis ins 20. Jahrhundert weitgehend von außen isoliert. Nach der Unabhängigkeit Indiens wurde es zunächst als Verwaltungsgebiet geführt und erhielt 1987 den Status eines Bundesstaates.
In den Dörfern und Gemeinden pflegen 23 verschiedene indigene Gruppen ihre eigenen Sprachen, Webtraditionen und Zeremonien, die oft mit dem Wechsel der Jahreszeiten und den Erntezyklen verbunden sind. Besucher können auf lokalen Märkten handgewebte Textilien, Bambuskörbe und traditionelle Schmuckstücke entdecken, die von Handwerkern der verschiedenen Gemeinschaften hergestellt werden.
Reisende müssen vor Ankunft eine Sondergenehmigung beantragen, da die Region an internationale Grenzen zu Bhutan, Myanmar und Tibet stößt. Die besten Reisemonate liegen zwischen Oktober und April, wenn das Wetter klarer ist und Bergstraßen während des Monsuns sicherer befahrbar sind.
Das Gebiet beherbergt über 500 Orchideenarten, die in den nebelverhangenen Wäldern zwischen Flussbecken und Bergkämmen wachsen. Der Sonnenaufgang zeigt sich hier als erstes in ganz Indien, oft mehr als eine Stunde früher als in anderen Regionen des Landes.
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