Meghalaya, Bundesstaat im Nordosten Indiens
Meghalaya ist ein Bundesstaat im Nordosten Indiens und grenzt im Süden an Bangladesch und im Norden an Assam. Das hügelige Territorium erstreckt sich über bewaldete Plateaus und tiefe Täler, die durch starke Monsunregen geprägt sind und zahlreiche Wasserfälle speisen.
Der Bundesstaat wurde am 21. Januar 1972 von Assam abgetrennt, nachdem die lokalen Gemeinschaften jahrelang Autonomie gefordert hatten. Vor der britischen Kolonialzeit blieben die Bergregionen weitgehend unabhängig von den Tieflandreichen, die das übrige Indien kontrollierten.
Die drei hauptsächlichen Volksgruppen bewahren eine matrilineare Tradition, bei der Familiennamen und Landbesitz über die weibliche Linie weitergegeben werden. In vielen Dörfern kümmert sich die jüngste Tochter um die Eltern und verwaltet das Familienhaus, während ältere Geschwister nach der Heirat eigene Haushalte gründen.
Die Hauptstadt Shillong liegt etwa 100 Kilometer südlich der Grenze zu Assam und ist über einen kleineren Flughafen sowie Fernstraßen erreichbar. Besucher sollten sich auf wechselndes Wetter einstellen, da die Berghänge oft von plötzlichen Regenschauern heimgesucht werden, selbst außerhalb der Monsunmonate.
Gemeinschaften in abgelegenen Tälern haben über Generationen lebende Brücken aus Gummibaumwurzeln geformt, die über Flüsse wachsen und mit der Zeit stabiler werden. Manche dieser Konstruktionen sind über 500 Jahre alt und tragen noch heute mehrere Dutzend Menschen gleichzeitig.
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