Chennai, Verwaltungsbezirk in Tamil Nadu, Indien
Der Bezirk Chennai erstreckt sich entlang der Küste von Tamil Nadu und umfasst sowohl dicht bebaute Viertel als auch Flussläufe wie den Cooum und den Adyar, die sich durch das Gebiet ziehen. Er deckt eine Fläche von etwa 426 Quadratkilometern ab und verbindet Wohn-, Gewerbe- und Hafenzonen miteinander.
Die britische Ostindien-Kompanie erwarb im 17. Jahrhundert Landrechte in der Gegend von Madrasapattinam und errichtete das Fort St. George als Handelsstützpunkt. Daraus entwickelte sich später ein Verwaltungsbezirk, der die gesamte Küstenregion umfasste und kontinuierlich wuchs.
Das Gebiet trägt seinen Namen nach der Stadt, die aus dem Telugu-Wort Chennapattanam entstanden ist und auf den Herrscher Damarla Chennappa hinweist. Heute sieht man die Verbindung zur regionalen Kultur besonders in der Küche, wo Reis und Linsengerichte wie Idli und Dosa zum Frühstück auf Bananenblättern serviert werden und das Stadtbild prägen.
Das Gebiet verfügt über einen internationalen Flughafen, mehrere Bahnlinien und Autobahnen, die mit anderen Teilen Indiens verbunden sind und Bewegungen innerhalb und außerhalb erleichtern. Wer sich orientieren möchte, findet entlang der Küste und an den Flussufern markante Bezugspunkte für eine einfachere Navigation durch die verschiedenen Zonen.
Die Einheit wurde 1688 als Indiens erste städtische Körperschaft mit kommunaler Selbstverwaltung gegründet und bleibt trotz ihrer geringen Größe der am dichtesten besiedelte Bezirk von Tamil Nadu. Die Fläche entspricht in etwa dem kleinsten indischen Distrikt, was den administrativen Aufbau ungewöhnlich kompakt macht.
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