Char Kaman, Vier monumentale Torbögen in der Altstadt, Hyderabad, Indien
Das Char Kaman besteht aus vier massiven Bögen, die sich etwa 15 Meter hoch um den zentralen Brunnen Gulzar Houz erheben und die vier Hauptrichtungen der Stadt markieren. Der mittlere Platz, bekannt als Jilau Khana, dient als Treffpunkt, wo die Bögen zusammenkommen.
Sultan Muhammad Quli ließ diese vier Tore 1592 errichten, um seine neu gegründete Hauptstadt Hyderabad zu markieren und damit die Verlegung der Macht von der alten Festung Golconda zu symbolisieren. Diese Struktur wurde zum zentralen Orientierungspunkt der wachsenden Stadt.
Der nördliche Bogen, das Machili Kaman, wird während der Feierlichkeiten zum Mondneujahr mit großen Fischskulpturen aus Bambus und Papier dekoriert, die von Handwerkern vor Ort geschaffen werden. Diese temporären Installationen spiegeln die lebendige Kunsttradition wider, die die Gegend bis heute prägt.
Das Gelände ist leicht zu Fuß erreichbar und bietet klare Wege von jeder Seite, da die vier Bögen natürliche Eingänge bilden. Die beste Zeit zum Erkunden ist früh am Morgen oder am späten Nachmittag, wenn die Temperatur angenehmer ist und weniger Besucher unterwegs sind.
Das Design dieser vier Bögen wurde von der Registan-Anlage in Samarkand inspiriert, was die starken Handelsverbindungen und kulturellen Austausche zwischen dem Mogulreich und Zentralasien zeigt. Diese architektonische Referenz ist für Besucher oft nicht offensichtlich, prägt aber das gesamte räumliche Konzept.
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