Urmiasee, Salzsee im Nordwesten des Iran.
Der Urmia-See erstreckt sich zwischen den Provinzen Ost- und Westaserbaidschan und wird von mehreren Flüssen in einem geschlossenen Einzugsgebiet gespeist. Seine Wasserfläche schwankt je nach Jahreszeit und die Ufer zeigen weiße Salzkrusten, die sich im Sonnenlicht abzeichnen.
Archäologische Ausgrabungen rund um das Gewässer legen nahe, dass Menschen hier bereits vor achttausend Jahren siedelten und Ackerbau betrieben. Später kontrollierten verschiedene persische Dynastien die Region und nutzten sie als Handelsroute zwischen Mesopotamien und dem Kaspischen Meer.
Der Name leitet sich vom persischen Wort für Wasser ab und die Küstenbewohner nutzen das Umland für Obstgärten und Weinbau, die von den Zuflüssen gespeist werden. Kleine Fischergemeinden leben vom Handel mit Salz und getrockneten Algen, die als traditionelle Heilmittel gelten.
Die beste Zeit für einen Besuch ist im Frühjahr, wenn Schmelzwasser den Pegel erhöht und die Ufervegetation grün wird. Im Sommer sinkt der Wasserstand deutlich und die Salzablagerungen dehnen sich weiter ins Landesinnere aus.
Bei niedrigem Wasserstand entstehen Inseln, die Zugvögeln als Rastplatz dienen, bevor sie weiter nach Süden oder Norden ziehen. Manche dieser Inseln haben rötliche Färbungen durch Bakterien, die in extrem salzigem Wasser überleben können.
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