Hamadan, Alte Hauptstadt in der Provinz Hamadan, Iran.
Hamadan ist eine Großstadt in der Provinz Hamadan, im westlichen Iran gelegen, die sich über die nordöstlichen Hänge des Mount Alvand in etwa 1850 Metern Höhe erstreckt. Sechs Hauptstraßen verlaufen strahlenförmig vom zentralen Imam-Khomeini-Platz aus und bilden das städtische Verkehrsnetz, das Wohnviertel, Märkte und öffentliche Gebäude miteinander verbindet.
Die Stadt war die Hauptstadt des Mederreiches und diente später als Sommerresidenz der achämenidischen Herrscher, die sie Ekbatana nannten. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach erobert und umgebaut, behielt aber ihre Rolle als wichtiges Handelszentrum auf den Routen zwischen Mesopotamien und dem iranischen Hochland.
Hamadan gilt als die Stadt, in der einige der bedeutendsten Denker Persiens lebten und arbeiteten, darunter Ibn Sina, dessen Mausoleum täglich von Besuchern aufgesucht wird. Das Stadtbild verbindet moderne Wohnviertel mit alten Handwerksmärkten, in denen man noch heute Kupferwaren, Keramik und Lederwaren nach traditionellen Mustern fertigt.
Besucher erreichen die Stadt über die Hauptstraße aus Teheran oder Kermanshah, beide Strecken führen durch bergiges Gelände mit gelegentlichen Serpentinen. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen in Fußreichweite vom zentralen Platz, und ein lokaler Taxi- oder Busservice verbindet die weiter entfernten Punkte am Stadtrand.
In den Ganjnameh-Felseninschriften am Berghang kann man noch heute die Schriftzeichen sehen, die achämenidische Könige vor mehr als 2000 Jahren in den Stein meißeln ließen. Diese Tafeln waren einst Teil eines königlichen Parkweges und liegen heute neben einem kleinen Wasserfall, der im Frühjahr besonders kräftig fließt.
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