Si-o-se Pol, Steinbrücke in Isfahan, Iran
Si-o-se Pol ist ein Steinbrückenbauwerk aus Ziegel und Stein über den Zayandeh-Fluss im Zentrum von Isfahan. Die insgesamt rund 298 Meter lange und knapp 14 Meter breite Konstruktion ruht auf dreiunddreißig Bögen und bietet Fußgängern auf zwei Ebenen Platz zum Gehen und Verweilen, mit mehreren offenen Nischen entlang der Längsseiten.
Der Bau begann 1599 unter der Herrschaft von Schah Abbas I., der Isfahan zur neuen Hauptstadt des safawidischen Reiches machte. Der Architekt Hussein Banna Isfahani leitete die Arbeiten und vollendete die Brücke innerhalb von drei Jahren im Jahr 1602.
Der Name bedeutet auf Persisch wörtlich "Brücke der dreiunddreißig Bögen" und bezieht sich auf die Anzahl der Rundbögen, die das Bauwerk über den Fluss tragen. An warmen Abenden versammeln sich Einheimische auf den breiten Gehwegen, um zu sitzen, zu reden und den Sonnenuntergang über dem Wasser zu beobachten.
Die beiden Gehebenen bieten ausreichend Platz für Besucher, die zu jeder Tageszeit vorbeikommen möchten, wobei die untere Ebene näher am Wasser liegt und etwas kühler ist. An sonnigen Tagen empfiehlt sich ein Besuch am frühen Morgen oder späten Nachmittag, wenn das Licht die Bögen gut beleuchtet.
Die ursprüngliche Planung sah unterschiedliche Wege für Reiter und Fußgänger vor, sodass Pferde und Menschen den Fluss gleichzeitig überqueren konnten, ohne sich gegenseitig zu stören. Im größeren mittleren Bogen befindet sich heute ein kleines Teehaus, das Gästen einen Ruheplatz direkt über dem Wasser bietet.
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