Víðimýri, Torfkirche in Sveitarfélagið Skagafjörður, Island
Die Víðimýri-Kirche ist ein Torfgebäude mit einer Höhe von etwa 4 Metern und Wänden aus Torfziegeln, die mit Holzgiebeln an beiden Enden verstärkt sind. Das Gebäude zeigt die typische isländische Konstruktionstechnik, bei der Torf wegen seiner Isolationsfähigkeit verwendet wird.
Der Bau wurde 1834 vom Zimmermann Jón Samsonarson errichtet und setzt eine lange Tradition des Glaubens am Ort fort, die bis zur Christianisierung Islands zurückreicht. Die Kontinuität dieser religiösen Gemeinschaft über mehr als ein Jahrhundert hinweg unterstreicht die Bedeutung dieses Ortes in der Kulturlandschaft.
Das Innere folgt der Aufteilung nach der Reformation, mit Bänken für Männer auf der Südseite und für Frauen auf der Nordseite. Diese Anordnung spiegelt die religiösen Praktiken wider, die sich über viele Generationen hinweg entwickelt haben.
Das Gebäude ist relativ einfach zu erreichen und Besucher sollten sich auf die grundlegenden Bedingungen eines historischen Ortes vorbereiten, wo moderne Annehmlichkeiten begrenzt sind. Die Jahreszeiten beeinflussen die Zugänglichkeit stark, da Island ein kühles Klima hat und Winterbedingungen schwierig sein können.
Im Inneren steht ein dänischer Altar von 1616, der das Letzte Abendmahl darstellt und damit eines der ältesten Kunstwerke des Ortes. Besonders bemerkenswert ist, dass dieses Altarwerk den isländischen Glauben mit skandinavischer künstlerischer Tradition verbindet.
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