Blöndulón, Stausee in Island
Blöndulón ist ein großer Stausee in den isländischen Hochlands, der zwischen 1984 und 1991 angelegt wurde, um Wasser für ein nahegelegenes Wasserkraftwerk zu speichern. Der See erstreckt sich über etwa 57 Quadratkilometer, erreicht eine Tiefe von knapp 39 Metern und wird vom Fluss Blanda gespeist, dessen Wasser später zur Stromerzeugung genutzt wird.
Der See wurde zwischen 1984 und 1991 als künstliches Becken für die Wasserkraftnutzung geschaffen. Sein Bau markierte einen wichtigen Schritt in Islands Entwicklung der Wasserkraftenergie, indem eine zuvor offene Hochlandlandschaft in ein Stausystem umgewandelt wurde.
Der See liegt in den abgelegenen Hochlands und ist am besten über die Kjölur-Hochlandstraße zugänglich, ein Kiesweg, der sorgfältiges Fahren erfordert. Besucher sollten warme Kleidung mitbringen, da das Wetter schnell umschlagen kann, und die Gegend bietet wenig bis gar keine Annehmlichkeiten, weshalb eine vorausschauende Planung wichtig ist.
Obwohl künstlich angelegt, fügt sich der See trotzdem nahtlos in die wilde Hochlandlandschaft ein, ohne dass Gebäude oder Strukturen die Sicht versperren. Das Wasser spiegelt je nach Jahreszeit unterschiedliche Farben wider und bietet durch sein schlichtes, unbebautes Umfeld einen ruhigen Ort inmitten Islands großer Energie-Infrastruktur.
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