Drangey, Vulkaninsel in Skagafjörður, Island
Drangey ist eine vulkanische Insel, die sich etwa 180 Meter hoch aus dem Skagafjörður-Fjord erhebt und aus palagonitähnlichem Gestein besteht. Die Insel wird von steilen, senkrechten Klippen geprägt, die aus dem Norden aufragen.
Die Insel ist vor allem bekannt als Zufluchtort des Außenseiters Grettir, der 1031 hier sein Leben endete, nachdem er mit seinem Bruder Illugi drei Jahre lang dort gelebt hatte. Dieser historische Aufenthalt machte Drangey zu einem wichtigen Ort in der isländischen Saga-Tradition.
Der Ort ist eng mit der traditionellen Vogeljagd verbunden, die hier bis 1966 ausgeübt wurde. Die Bewohner nutzten Seile und Kletterausrüstung, um an den Klippen hinabzusteigen und Eier zu sammeln sowie Vögel zu fangen.
Der Aufstieg erfolgt über einen etablierten Weg an der Uppgönguvík-Stelle, wo Sicherheitsseile, Ketten und eine Leiter für die letzte Etappe zur Verfügung stehen. Besucher sollten mit felligem Wetter und starkem Wind rechnen und festes Schuhwerk sowie Vorsicht beim Klettern mitbringen.
Jedes Jahr nisten Tausende von Seevögeln an den Klippen, darunter Papageientaucher, Trottellummen und Dreizehenmöwen, die in dichtem Gedränge ihre Kolonien bilden. Diese Vogelaktivität macht Drangey zu einer der lebendigsten Vogeleiland-Gelegenheiten der Region.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.