Cagliari, Hauptstadt in Sardinien, Italien.
Cagliari ist die Hauptstadt Sardiniens an der Südostküste der Insel und erstreckt sich über mehrere Kalksteinhügel, die bis zum Mittelmeer hinunterreichen. Der befestigte Stadtteil Castello thront auf dem höchsten Hügel und bietet einen weiten Blick über die Stadt und das umliegende Meer.
Erste Siedlungen entstanden hier während der Jungsteinzeit, und später bauten die Karthager den Ort zu einer ihrer wichtigsten Festungen im westlichen Mittelmeer aus. Während des Zweiten Punischen Krieges eroberten die Römer die Stadt und verwandelten sie in einen zentralen Verwaltungssitz für die gesamte Insel.
Der Schutzpatron Efisio wird jeden Mai in einer mehrtägigen Prozession geehrt, bei der Männer und Frauen aufwendig bestickte Trachten aus allen Teilen der Insel tragen. Die Feierlichkeiten verbinden religiöse Andacht mit volkstümlichen Traditionen und ziehen sowohl Einheimische als auch Besucher in die von Musik und Gesang erfüllten Straßen.
Das historische Zentrum lässt sich zu Fuß erkunden, wobei die steilen Gassen im Castello-Viertel bequeme Schuhe erforderlich machen. Wer vor allem im Sommer anreist, sollte früh am Morgen oder am späten Nachmittag durch die höheren Stadtteile gehen, um die Mittagshitze zu vermeiden.
Die Nekropole von Tuvixeddu umfasst Tausende in den Kalksteinhügel gehauene punische und römische Gräber und bildet damit die größte Begräbnisstätte dieser Art im gesamten Mittelmeerraum. Viele Grabkammern sind noch mit ihren ursprünglichen Eingängen und Inschriften erhalten, was einen direkten Einblick in antike Bestattungsbräuche ermöglicht.
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