Longarone, Berggemeinde in der Provinz Belluno, Italien
Longarone ist eine Gemeinde im Tal der Piave in der Provinz Belluno, auf 473 Metern Höhe zwischen bewaldeten Hängen und steilen Felswänden gelegen. Die heutige Bebauung verteilt sich entlang der Hauptstraße, umgeben von Wohnvierteln und Gewerbegebieten, die sich am Flusslauf orientieren.
Im Jahr 1963 zerstörte eine Flutwelle aus dem Vajont-Stausee den alten Ortskern vollständig, wobei 1917 Menschen ums Leben kamen. Der Wiederaufbau begann kurz danach und führte zur heutigen Struktur mit neuen Gebäuden und Infrastruktur.
Der Ort liegt am Zusammenfluss von Maè und Piave, wo beide Wasserläufe das Tal formen und die Siedlung in ihrer heutigen Ausdehnung prägen. Viele Bewohner arbeiten in der örtlichen Brillenherstellung, die seit Jahrzehnten das wirtschaftliche Leben bestimmt.
Die Gemeinde ist mit dem Auto über die Staatsstraße 51 und mit dem Zug über die Bahnlinie Calalzo–Venedig gut erreichbar, der Bahnhof befindet sich nahe dem Ortszentrum. Wer zu Fuß unterwegs ist, findet entlang der Hauptstraße Gehwege und eine überschaubare Ausdehnung, die sich ohne große Steigungen erkunden lässt.
In Fortogna und Pirago fanden Archäologen römische Fundstücke, darunter eine Weihplatte für den Heilgott Äskulap und verschiedene antike Alltagsgegenstände. Diese Funde belegen, dass das Tal schon in der Antike besiedelt war und als Durchgangsgebiet genutzt wurde.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.