Ortasee, Alpensee im Piemont, Italien.
Der Orta-See erstreckt sich über 13 Kilometer durch die norditalienische Region und ist von dichten Wäldern und Bergen umgeben, die eine Höhe von 290 Metern erreichen. Das Wasser wirkt ruhig und dunkel, während steile Hänge in manchen Abschnitten direkt bis ans Ufer fallen und andere Uferbereiche sanft zu kleinen Dörfern abfallen.
Der See, früher Lago di San Giulio genannt, erhielt seinen heutigen Namen im 16. Jahrhundert und war Austragungsort der ersten Europäischen Rudermeisterschaften im Jahr 1893. In den Jahrhunderten zuvor diente das Wasser als wichtige Verbindung zwischen den Gemeinden entlang der Ufer, die sich hauptsächlich vom Fischfang ernährten.
Die Insel San Giulio beherbergt ein Benediktinerinnenkloster, wo Nonnen ihre religiösen Traditionen pflegen und Besucher die Basilika aus dem 12. Jahrhundert besichtigen können. Über den See verteilt finden sich kleine Kapellen und Dörfer, deren Architektur die lange Verbindung zwischen Wasser und Glauben widerspiegelt.
Regelmäßige Fährverbindungen verbinden die Uferstädte Orta San Giulio, Omegna und Pella und bieten den ganzen Tag über Transport für Bewohner und Besucher. Die Uferpromenaden sind meist ebenerdig und leicht zu Fuß zu erkunden, während einige Wege zu höher gelegenen Aussichtspunkten schmaler und steiler werden.
Der Nigoglia-Fluss fließt nordwärts vom Orta-See und macht ihn zum einzigen italienischen See, dessen Wasser in Richtung der Alpen statt nach Süden fließt. Dieser ungewöhnliche Verlauf entstand durch geologische Veränderungen, die den ursprünglichen Abfluss des Sees umlenkten.
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