Canazei, Berggemeinde im Val di Fassa, Italien
Canazei ist eine Gemeinde im Val di Fassa auf 1465 Metern Höhe, eingerahmt von den Gipfeln der Sellagruppe, des Langkofel und der Marmolata. Die Ortschaft liegt am Zusammenfluss zweier Bäche und erstreckt sich entlang einer breiten Talsohle mit Blick auf vergletscherte Hänge und schroffe Felswände.
Der Name stammt vom lateinischen Wort für Schilfgebiet, das an sumpfige Böden zur Zeit der ersten Besiedlung erinnert. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort als Etappenstation an einer wichtigen Alpenroute zwischen Südtirol und dem Veneto.
Die Einwohner sprechen Ladinisch im Alltag, eine romanische Sprache, die man auf Geschäftsschildern und in öffentlichen Ansagen hört. Das Dorfleben folgt einem alpinen Rhythmus mit saisonalen Festen, bei denen lokale Musik und Tänze die Verbindung zu den Bergen ausdrücken.
Die Gemeinde liegt zentral im Sella-Ronda-Gebiet mit direkten Liftzugängen zu allen vier Pässen der Runde. Im Sommer öffnen sich Wanderwege ab dem Ortskern, die in höhere Lagen führen und von den Seilbahnen beschleunigt werden können.
Die kleine Kirche Madonna della Neve aus dem Jahr 1595 zeigt einen Zwiebelturm und ein Wandgemälde des heiligen Christophorus an der Südwand. Dieser Figurentyp findet sich oft an alten Alpenrouten, wo Reisende um Schutz vor Gefahren der Berge beteten.
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