Castel del Monte, Gotische Burg auf dem Monte Imperiale Hügel nahe Andria, Italien.
Das Bauwerk erhebt sich als achteckiger Grundriss mit acht Ecktürmen auf einem Hügel und besteht aus Kalkstein und Marmor aus der Region. Die inneren Räume sind um einen zentralen Innenhof angeordnet, wobei jede Etage dieselbe geometrische Gliederung beibehält.
Friedrich II. befahl in einem Schreiben von 1240 die Vorbereitungen für ein castrum bei der Kirche Santa Maria del Monte; gebaut wurde bis um 1250, der Innenausbau blieb wohl unvollendet. Seit dem 16. Jahrhundert seiner Marmorausstattung beraubt, diente der Bau als Gefängnis und Unterkunft; 1876 kaufte ihn der italienische Staat, der ihn ab 1879 und erneut zwischen 1975 und 1981 restaurierte.
Der Name verweist auf die exponierte Lage auf einem sanften Hügel, von dem aus früher das Land weithin überblickt werden konnte. Die geometrischen Formen und der symmetrische Aufbau lassen erkennen, dass der Bauherr großen Wert auf Ordnung und Proportion legte.
Das Hauptportal ist nach Osten ausgerichtet und über zwei symmetrische, zangenförmig seitlich angeordnete Treppenrampen erreichbar, die 1928 wiederaufgebaut wurden; einen stufenlosen Zugang zum Eingang gibt es nicht. Im Inneren verbinden Treppen die beiden Geschosse, und nur drei der acht Ecktürme enthalten Wendeltreppen. Im Eingangsraum befindet sich die Kasse, und der Raum rechts davon, heute ein Souvenirladen, ist der einzige Durchgang zum Innenhof.
Die Lage wurde so gewählt, dass während der Tagundnachtgleiche das Licht durch bestimmte Fenster und Türen fällt und besondere Lichteffekte im Inneren erzeugt. Diese astronomische Ausrichtung zeigt, wie durchdacht die Planung war.
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