Castello del Garagnone, Mittelalterliche Burgruine in Spinazzola, Italien
Der Castello del Garagnone ist eine mittelalterliche Burgruine auf einem steilen Hügel bei Spinazzola, die über alte Handelsrouten der Via Appia blickt. Die Reste bestehen aus Steinmauern, unterirdischen Kammern und erhalten gebliebenen Abschnitten der ursprünglichen Befestigung.
Die Burg wurde von der Familie Altavilla gegründet und später unter Friedrich II. von Schwaben grundlegend umgebaut und zu einem Wohnkomplex erweitert. Diese Umwandlung zeigt, wie die Festung ihre strategische Rolle veränderte.
Die Burg war Teil eines Signalsystems mit der nahen Festung Monteserico, das es den Bewohnern ermöglichte, schnell vor Gefahren zu warnen. Solche Kommunikationsnetzwerke waren typisch für Burgen in dieser bergigen Region.
Die Ruine liegt auf einem steilen Hügel über Spinazzola und ist nur zu Fuß über raue Wege erreichbar; festes Schuhwerk ist nötig. Erhalten sind nur einige unterirdische Räume und Abschnitte der Ringmauer, der Besuch bleibt daher kurz. Die Stätte ging an den Parco Nazionale dell'Alta Murgia über, der 2022 den Kauf einleitete.
Ausgrabungen zwischen 1997 und 1998 enthüllten unter der Burg eine Siedlung aus der Bronzezeit, die als eine der größten in Süditalien gilt. Dieser archäologische Fund zeigt, dass die Stelle seit Tausenden von Jahren besiedelt war.
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