Castello di Gravina, Hohenstaufenburg in Gravina in Puglia, Italien
Das Castello di Gravina ist die Ruine einer rechteckigen Burg von 58,5 × 29 Metern, erbaut aus Werkstein, mit vier Flankierungstürmen und unterirdischen Räumen. Sie hatte drei Stockwerke, von denen nur Teile der Umfassungsmauern und des Kellers erhalten sind. Im Inneren lag ein großer Innenhof, halb überdacht und halb offen, von dem Türen zu Stallungen, Küchen, Lägern und Speisesälen führten.
Kaiser Friedrich II. ließ die Burg zwischen 1223 und 1231 errichten und nutzte sie als Jagdschloss und Treffpunkt für seine Hoflager. Die Festung war Teil seiner umfassenden Strategie, das südliche Reich durch strategisch platzierte Bauten zu kontrollieren.
Friedrich II. nutzte die Burg vor allem für seine Jagdgesellschaften und für Sitzungen der Kurie. Im Zwischengeschoss lagen die Räume für die Falknerei und das Dienstpersonal, während das Obergeschoss den kaiserlichen Gemächern vorbehalten war, die durch doppelte Bogenfenster aus behauenem Stein belichtet wurden.
Erhalten sind nur Teile der Umfassungsmauern und des Sockels des dreigeschossigen Baus; die Anlage wird also als Ruine besichtigt, nicht als überdachte Residenz. Beim Eintritt ist der große Innenhof halb überdacht und halb offen, ringsum liegen die Türen zu den Erdgeschossräumen. Die Obergeschosse, die die große königliche Treppe erschloss, sind verschwunden.
Die Doppelfenster der kaiserlichen Gemächer waren aus fein behauenem Stein gefertigt; von dort sieht man noch heute die Stadt Gravina, den lukanischen Apennin und große Teile der Murge. Errichtet wurde die Burg 1223–1231 aus Mazzaro-Werkstein.
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