Hadrianeum, Römischer Tempel im Campus Martius, Rom, Italien
Der Hadrianstempel steht an der Piazza di Pietra und zeigt elf korinthische Säulen aus weißem und grauem Marmor, die sich gegen ein späteres Gebäude lehnen. Die antike Cellawand bildet heute einen Teil der modernen Fassade und verbindet römische Architektur mit nachfolgenden Jahrhunderten.
Antoninus Pius ließ diesen Tempel im Jahr 145 für seinen Adoptivvater errichten, nachdem dieser unter die römischen Götter aufgenommen worden war. Im 17. Jahrhundert wurde das antike Bauwerk in einen Palast für die päpstliche Verwaltung umgewandelt und behielt dabei die Säulen an der Außenseite.
Die Sockel des Tempels trugen geschnitzte Reliefs römischer Provinzen, die die geografische Ausdehnung der kaiserlichen Kontrolle demonstrierten.
Der Platz vor den Säulen ist tagsüber frei zugänglich und eignet sich für eine kurze Besichtigung während eines Spaziergangs durch das Stadtzentrum. Der beste Blick auf die Säulen ergibt sich von der Mitte der Piazza aus, wo man ihre Höhe und die Maserung des Marmors erkennen kann.
Der Marmor für die Säulen stammt aus Steinbrüchen auf der Insel Prokonnessos im Marmarameer und zeigt graue und weiße Bänder im Querschnitt. Dieses Material wurde in vielen Bauten der Kaiserzeit verwendet, weil es per Schiff direkt nach Rom transportiert werden konnte.
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