Claudiusbogen, Triumphbogen nahe der Via Flaminia, Rom, Italien.
Der Claudiusbogen war ein Triumphbogen in Rom, der einst die Via Flaminia überspannte und zu Ehren von Kaiser Claudius errichtet wurde. Heute sind nur noch Fragmente erhalten, die im Kapitolinischen Museum aufbewahrt werden und bearbeitete Reliefs sowie Inschriften zeigen.
Der Senat ließ den Bogen 51 n. Chr. errichten, um den erfolgreichen Feldzug von Kaiser Claudius in Britannien zu feiern, der rund acht Jahre zuvor stattgefunden hatte. Der Bogen wurde später in die Aqua-Virgo-Wasserleitung integriert, als diese die Via Flaminia an derselben Stelle überquerte.
Die erhaltenen Fragmente im Kapitolinischen Museum tragen lateinische Inschriften, die den Sieg über britannische Stämme feiern und noch heute gut lesbar sind. Wer die Texte aufmerksam liest, versteht, wie Rom seine Eroberungen öffentlich in Stein festhielt.
Die Fragmente des Bogens sind im Kapitolinischen Museum ausgestellt, das im Herzen Roms auf dem Kapitolshügel liegt und gut zu Fuß vom historischen Zentrum aus erreichbar ist. Ein Besuch am Morgen ist empfehlenswert, da die Säle zu dieser Zeit noch ruhiger sind.
Der Bogen stand nicht frei, sondern war direkt in die Struktur des Aqua-Virgo-Aquädukts eingebaut, sodass Wasserleitung und Ehrenmonument eine einzige Konstruktion bildeten. Ein solches Zusammenspiel zweier so unterschiedlicher Bauwerke ist im antiken Rom sehr selten und kaum bekannt.
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