Santa Maria in Via Lata, Kleinere Basilika an der Via del Corso, Rom, Italien.
Santa Maria in Via Lata ist eine Minor-Basilika an der Via del Corso in Rom, die das Erbe mehrerer Bauphasen widerspiegelt und eine reiche innere Ausstattung zeigt. Der barocke Umbau des 16. Jahrhunderts schuf die heutige Form mit ihrem Glockenturm, drei Bronzeglocken und einem aufwendig gestalteten Altarbereich.
An diesem Ort befand sich ursprünglich ein römisches Lagerhaus, über dessen Ruinen im 5. Jahrhundert ein frühes christliches Bethaus errichtet wurde. Die Kirche wurde später mehrfach umgebaut und erhielt ihre heutige barocke Gestalt, nachdem Martino Longhi der Ältere sie Ende des 16. Jahrhunderts neu gestaltete.
Die Kirche wurde nach einer Marienerscheinung benannt, die sich an diesem Ort ereignet haben soll, und zieht Pilger an, die die Verbindung zur frühen christlichen Geschichte Roms suchen. Der Hochaltar mit seinem kostbaren Marienbild spielt eine wichtige Rolle in den Gebeten und Versammlungen der Gläubigen, die hier zusammenkommen.
Der Besuch ist am besten morgens oder früh am Nachmittag möglich, da die Kirche zwischen den Gottesdiensten nur begrenzt für Besucher zugänglich ist. Es empfiehlt sich, vorher zu prüfen, wann Messen stattfinden, um Zeit für die innere Besichtigung zu haben.
In der Krypta unter der Kirche befindet sich ein Altar mit einem Marmor-Basrelief von Cosimo Fancelli, das markiert, wo der Apostel Paulus der Überlieferung nach zwei Jahre lang unter Hausarrest verbracht haben soll. Diese unterirdische Kapelle bleibt vielen Besuchern unbemerkt und bietet einen Einblick in Roms früheste religiöse Geschichte.
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