Palazzo Mancini, Barockpalast an der Via del Corso, Rom, Italien.
Der Palazzo Mancini ist ein Barockpalast an der Via del Corso 270/272 in Rom mit einer Fassade, die vier Säulen, einen langen Balkon im Obergeschoss und mehrere dekorierte Fensterreihen aufweist. Das Gebäude wird heute als Bankfiliale genutzt, wobei der ehemalige Innenhof zu einer Bankhalle umgebaut wurde.
Der Bau des Palazzo begann 1634, als Lorenzo Mancini nach seiner Heirat eine Familienresidenz errichten wollte. Der Architekt Carlo Rainaldi vollendete das Gebäude zwischen 1687 und 1689 und gab ihm die barocke Form, die noch heute zu sehen ist.
Das Palazzo war von 1725 bis 1793 Sitz der Französischen Akademie in Rom, wo Künstler aus Frankreich lebten und arbeiteten. In dieser Zeit entstanden im Inneren Fresken, die Szenen aus den Raffael-Sälen des Vatikans nachbilden und noch heute im zweiten Obergeschoss zu sehen sind.
Die Fassade des Palazzo ist von der Via del Corso gut sichtbar und lässt sich im Vorbeigehen leicht betrachten. Das Innere ist auf den Bankbetrieb beschränkt und für Besucher nur im Rahmen der üblichen Öffnungszeiten der Filiale zugänglich.
Die Fresken im zweiten Obergeschoss, die Szenen aus den Raffael-Sälen des Vatikans nachbilden, wurden von Künstlern angefertigt, die in der Französischen Akademie residierten. Diese Kopien sind heute ein seltenes Zeugnis der Lehrmethoden des 18. Jahrhunderts, als das Kopieren von Meisterwerken ein zentraler Teil der Ausbildung war.
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