Villa Torlonia, Adelsresidenz aus dem 19. Jahrhundert im Nomentana-Viertel, Rom, Italien.
Villa Torlonia ist eine Residenz aus dem 19. Jahrhundert mit englischen Gärten im römischen Stadtteil Nomentana, die heute als öffentlicher Park dient. Die Anlage besteht aus mehreren Gebäuden, darunter das neoklassizistische Casino Nobile als Haupthaus, das kleinere Casino dei Principi und die Casina delle Civette mit ihren farbigen Glasfenstern.
Der Architekt Giuseppe Valadier begann 1806 den Bau für den Bankier Giovanni Torlonia auf einem früheren Weinberg. Dessen Sohn Alessandro ließ die Anlage bis 1842 erweitern und fügte weitere Bauten hinzu, bevor das Anwesen zwischen 1925 und 1943 als Wohnsitz Mussolinis diente.
Der Name stammt von der Bankiersfamilie Torlonia, die das Gelände über ein Jahrhundert lang bewohnte und es mit verschiedenen Pavillons und Gärten ausstattete. Heute beherbergt die Casina delle Civette ein Museum für Jugendstil-Glasfenster, während das Casino Nobile als Ausstellungsraum für die Skulpturensammlung der Familie dient.
Die Anlage liegt nördlich des Stadtzentrums und ist über den öffentlichen Nahverkehr gut zu erreichen. Die Restaurierungsarbeiten einiger Gebäude können zeitweise den Zugang einschränken, aber die Gärten bleiben in der Regel zugänglich.
Unter dem Gelände befinden sich Luftschutzbunker aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, die während der Nutzung als staatliche Residenz angelegt wurden. Diese unterirdischen Räume sind bei Führungen teilweise zugänglich und zeigen einen wenig bekannten Aspekt der Anlage.
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