Adamello, Alpengipfel in der Provinz Brescia, Italien.
Der Adamello erhebt sich auf 3.539 Meter und wird von Granitgefügen auf seiner Nord- und Westseite geprägt, wobei die Landschaft zu den Rätischen Alpen Lombardiens gehört. Der Berg ist von Gletschern durchzogen und zeigt typische alpine Hochgebirgsmerkmale mit steilen Felswänden.
Julius von Payer und Führer Girolamo Botteri erreichten am 16. September 1864 den Gipfel als erste und etablierten eine Route durch das Val Genova. Diese Besteigung markierte einen Meilenstein in der Erforschung der südlichen Rätischen Alpen.
Der Berg ist Zeuge von Kämpfen zwischen italienischen und österreichischen Truppen während des Ersten Weltkriegs, wobei Befestigungen und Spuren dieser Auseinandersetzungen in großer Höhe sichtbar bleiben.
Die Besteigung erfordert Gletscherausrüstung und kann von mehreren Tälern aus angegangen werden, wobei die Route Pian di Neve technisch anspruchsvoll, aber machbar ist. Gutes Wetter und Akklimatisierung sind wichtig, da man in großer Höhe unterwegs ist.
Das Adamello-Gletscher erstreckt sich über rund 1.600 Hektar und ist damit die größte gänzlich innerhalb Italiens gelegene Gletscherfläche. Diese bemerkenswerte Ausdehnung macht ihn zu einem Zentrum für Gletscherforschung und Beobachtung klimatischer Veränderungen.
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