Corno di Cavento, Berggipfel in Trentino-Südtirol, Italien.
Der Corno di Cavento ist ein Gebirgsgipfel in der Adamello-Presanella-Kette zwischen Val Rendena und Val di Fumo und erreicht eine Höhe von 3.402 Metern. Das Massiv besteht aus Granit und liegt in einem alpinen Hochgebirgsbereich mit steilen Hängen und vergletscherten Abschnitten.
Julius von Payer bestieg mit Coronna, Griesmayer und Haller am 3. September 1868 als Erster den Gipfel und stieg am selben Tag auch auf den Crozzon di Lares. Im April und Mai 1916 nahmen italienische Alpini die umliegenden Grate und die Cavento-Scharte ein, der Gipfel blieb jedoch bis zum 15. Juni 1917 österreichisch, als Skisoldaten und Kletterer vom Lares-Gletscher und vom Nordgrat angriffen. Durch einen in den Gletscher gegrabenen Stollen eroberten die Österreicher ihn am 15. Juni 1918 zurück, die Alpini am 19. Juli 1918 erneut.
Der Name Cavento stammt von der gleichnamigen Scharte unterhalb des Gipfels, nicht von einer Windsage. Die Kriegsgeschichte des Berges wird im Roman La penna del Corvo Bianco erzählt, der den Kämpfen vom 15. Juni 1917 und 15. Juni 1918 gewidmet ist. Das Tagebuch des österreichischen Leutnants Felix Hecht von Eleda, das nach dem Angriff von 1917 gefunden wurde, liegt im Museo della Guerra Bianca Adamellina in Spiazzo.
Für den Aufstieg sind Bergsteigererfahrung und Hochgebirgsausrüstung erforderlich, da die Route über vergletscherte Bereiche führt. Die beste Reisezeit liegt zwischen Juli und September, wenn die Schneebedeckung minimal ist und die Wetterbedingungen am günstigsten sind.
Der Nordgrat wurde im Ersten Weltkrieg vollständig mit Drahtseilen ausgestattet, doch die Ausrüstung ist verschwunden oder stark verfallen, und die Route ist heute aufgegeben. Der österreichische Leutnant Felix Hecht von Eleda, Kommandant der Stellungen Folletto-Cavento, fiel dort am 15. Juni 1917; sein Tagebuch, gefunden von Hauptmann Fabrizio Battanta, liegt im Museo della Guerra Bianca Adamellina in Spiazzo.
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