Castel dell’Ovo, Mittelalterliche Burg auf der Halbinsel Megaride, Neapel, Italien
Castel dell'Ovo ist eine befestigte Burganlage auf der kleinen Halbinsel Megaride am Golf von Neapel, die durch einen schmalen Damm mit dem Festland verbunden ist. Die Wehrmauern und Türme aus gelblichem Tuffstein erheben sich direkt über dem Wasser und umschließen mehrere Innenhöfe sowie Wehrgänge mit Blick auf das Meer.
Eine römische Villa aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. bildete die erste Bebauung auf dieser Stelle, bis normannische Herrscher im 12. Jahrhundert die Anlage zur Festung umbauten. Spätere Herrscher erweiterten die Befestigungen im Laufe der Jahrhunderte mehrfach, wobei aragonesische Eingriffe im 15. Jahrhundert die heutige Grundstruktur prägten.
Die Festung trägt ihren Namen nach einer mittelalterlichen Legende, wonach der Dichter Vergil ein magisches Ei in den Fundamenten versteckt haben soll, um die Stadt zu schützen. Solange das Ei heil bleibe, so glaubten die Bewohner, würde Neapel sicher sein.
Das Gelände öffnet täglich am Morgen und schließt am Abend, wobei der Eintritt frei ist und Besucher durch die Höfe und auf einige Wehrgänge steigen können. Die Steinwege und Treppen sind uneben, weshalb bequemes Schuhwerk für den Rundgang empfohlen wird.
Von den oberen Wehrgängen reicht der Blick über den gesamten Golf bis zum Vesuv und zur Insel Capri am Horizont. Die Halbinsel war einst eine eigenständige Insel, bis Sedimente und menschliche Aufschüttungen sie mit dem Festland verbanden.
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