Borgo Marinari, Historisches Seeviertel in Neapel, Italien
Das Borgo Marinari liegt auf dem Isolotto di Megaride neben dem Castel dell'Ovo im Viertel San Ferdinando und ist über einen künstlichen Isthmus mit dem Borgo Santa Lucia verbunden. Außer der Burg hat das Borgo wenige Wohnhäuser: sechs zweigeschossige Palazzi um eine kleine Piazza, dazu Bars, Restaurants, Läden und Bootswerkstätten. Sein kleiner Hafen dient den Segelclubs am Santa-Lucia-Kai, an dem Motorboote, Yachten und Segelboote liegen.
Im 1. Jahrhundert v. Chr. stand auf dem Inselchen Megaride eine Dependance der Villa des Licinius Lucullus. Im 5. Jahrhundert gründeten Basilianermönche dort ein Kloster, zuerst San Salvatore, später San Sebastiano geweiht; erhalten ist nur die Kirche San Salvatore. Wegen der Normannengefahr in spätdukalischer Zeit wurden die Mönche verlegt, um einem Fort Platz zu machen, das der Architekt Buono zum Kern des Castel dell'Ovo umbaute. 1886 genehmigte die Stadt den Plan des Ingenieurs Luigi Lopez, die Fischer vom Ufer bei Pizzofalcone unterhalb der Burg neu anzusiedeln.
Die Restaurants hier servieren traditionelle neapolitanische Fischgerichte nach überlieferten Familienrezepten, die seit Generationen weitergegeben werden. Diese Küche prägt das tägliche Leben im Viertel und zeigt, wie sehr das Meer die Identität des Ortes formt.
Das Viertel ist leicht zu Fuß zu erkunden und bietet direkten Zugang zu Restaurants, Cafés und Wassersporteinrichtungen entlang des Ufers. Die Lage neben dem Stadtzentrum macht es einfach, die Gegend mit anderen Sehenswürdigkeiten Neapels zu kombinieren.
Auf der Insel Megaride lag im 1. Jahrhundert v. Chr. eine Dependance der Villa des Licinius Lucullus; im 5. Jahrhundert gründeten Basilianermönche dort ein Kloster, das zunächst San Salvatore, später San Sebastiano geweiht war und der Insel den Namen Isolotto di San Salvatore gab. Vom Kloster ist nur die Kirche San Salvatore erhalten.
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