Calderone-Gletscher, Gletscher im Nationalpark Gran Sasso, Italien
Calderone liegt zwischen 2680 und 2800 Metern Höhe in einer steilen Nordwand unterhalb des Corno Piccolo im Gran-Sasso-Massiv. Längsspalten durchziehen die Eisfläche, während Seitenmoränen die Ränder des Gletscherkessels säumen.
Das heutige Eisfeld ist der letzte Rest großer quartärer Gletscher, die einst bis in Höhen zwischen 1200 und 1500 Metern hinabreichten. Wissenschaftliche Beobachtungen begannen 1929 und dokumentieren seither den Rückgang des Eises in den Apenninen.
Früher wurde das Eis in Höhlen unterhalb der Gletscherzunge aufbewahrt und im Sommer nach L'Aquila und Teramo transportiert. Einheimische nennen den Ort heute noch bei seinem alten Namen, der sich auf die kesselförmige Mulde bezieht, in der das Eis liegt.
Der Zugang erfolgt über steile Wanderwege von der Bergstation der Seilbahn Funivia del Gran Sasso aus. Die Schneeverhältnisse variieren je nach Jahreszeit stark, und Nebel kann die Orientierung erschweren.
Georadar-Untersuchungen in 2015 zeigten eine maximale Eisdicke von 25 Metern im mittleren bis unteren Abschnitt. Diese Messungen überraschten Forscher, da sie mehr Eismasse als erwartet nachwiesen.
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