Castelli Romani, Weinregion in den Albaner Bergen, Italien
Castelli Romani ist ein Gebiet vulkanischen Ursprungs südöstlich von Rom, das sechzehn Gemeinden mit mittelalterlichen Ortskernen und Weinbergen an sanften Hängen umfasst. Die beiden Kraterseen Albano und Nemi liegen inmitten bewaldeter Hügel, um die sich Straßen durch Kastanienwälder und Weingüter winden.
Adlige Familien des antiken Rom bauten ab dem ersten Jahrhundert Landsitze an den Hügeln, um der sommerlichen Hitze der Stadt zu entfliehen. Päpstliche Familien der Renaissance setzten diese Tradition fort und errichteten Sommerpaläste, die noch heute das Ortsbild prägen.
Die Ortschaften bewahren Traditionen wie das Porchetta-Handwerk und bereiten auf Dorffesten geröstetes Schweinefleisch nach überlieferten Rezepten zu. In Trattorien wird heute noch Frascati-Wein aus lokalen Kellern ausgeschenkt, den Gäste zu einfachen Gerichten aus der Region trinken.
Wanderwege verbinden die einzelnen Orte durch Wälder und entlang der Seeufer, wobei die Beschilderung in der Nähe der Hauptstraßen am besten lesbar ist. Ein Auto erleichtert das Erreichen abgelegener Weingüter und Trattorien, da der öffentliche Verkehr zwischen kleineren Gemeinden begrenzt verläuft.
Die Kraterseen entstanden durch Eruptionen vor etwa 600.000 Jahren und bilden heute ein Mikroklima, das Trauben mit besonderen Aromen reifen lässt. An den Ufern des Nemisees fanden Archäologen Reste römischer Prunkschiffe, die Kaiser Caligula im ersten Jahrhundert bauen ließ.
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