Nemi-Schiffe, Römisches Schiffsmuseum in Nemi, Italien
Die Nemi-Schiffe sind zwei römische Wasserfahrzeuge im Museum von Nemi in Italien, die ursprünglich im ersten Jahrhundert nach Christus gebaut wurden. Die Nachbildungen zeigen die Ausmaße der Originale, die etwa 70 Meter (230 Fuß) lang waren und auf dem Nemisee schwammen.
Caligula ließ die Schiffe zwischen 37 und 41 nach Christus für den kleinen Vulkansee bauen, der damals als heilig galt. Mussolini ordnete 1929 die Trockenlegung des Sees an, um die versunkenen Fahrzeuge zu bergen, die seit fast 2000 Jahren unter Wasser lagen.
Die Schiffe zeigten römische Handwerkskunst durch Mosaike, Bronzebeschläge und sogar Heizanlagen an Bord, die Einblicke in das Leben am kaiserlichen Hof geben. Besucher sehen heute Nachbildungen dieser prächtigen Ausstattung, die verdeutlichen, wie Caligula diese Wasserfahrzeuge für Feste und Repräsentation nutzte.
Das Museum liegt am Ufer des Nemisees und ist am besten mit dem Auto zu erreichen, da öffentliche Verkehrsmittel in der Gegend begrenzt sind. Die Ausstellung befindet sich in einem zweckgebauten Gebäude, das die erhaltenen Fragmente und Modelle der Wasserfahrzeuge zeigt.
Die Originale verbrannten 1944 während eines Feuers, sodass nur noch Fragmente und Abgüsse die Geschichte dieser außergewöhnlichen Fahrzeuge erzählen. Bleirohre mit Caligulas Initialen gehören zu den wenigen erhaltenen Überresten, die den Besuchern heute zugänglich sind.
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