Palazzo Sforza-Cesarini, Renaissancepalast in Genzano di Roma, Italien.
Der Palazzo Sforza-Cesarini ist ein Adelspalast in Genzano di Roma, dessen heutige Form auf Arbeiten der Architekten Ludovico und Domenico Gregorini zu Beginn des 18. Jahrhunderts zurückgeht. Die Hauptfassade, eine Nachbildung des Palazzo Farnese in Rom, hat nach außen kleiner werdende Fenster, was eine beschleunigte Perspektive und den Eindruck einer zum Betrachter gewölbten Fläche erzeugt. Kapitelle, Basen und Balustrade des Portals sind geometrisch verformt, um von der Straße der Olmata frontal zu wirken.
Eine mittelalterliche Burg zur Bewachung des Nemisees bestand bereits Anfang des 13. Jahrhunderts. Um 1590 kaufte Giuliano II. Cesarini umliegende Häuser und Grundstücke, um sie in einen Palast rechts des heutigen Portals umzuwandeln. Zwischen 1713 und 1730 fügte Herzog Gaetano Sforza Cesarini einen seeseitigen Flügel und ein Stockwerk hinzu und schuf die symmetrische Fassade nach Plänen von Ludovico Gregorini.
Das Gebäude verbindet Ideen aus der römischen Architektur mit Elementen, die an den Palazzo Farnese erinnern. Die Fassade zeigt, wie die Familie Cesarini ihren Geschmack und ihre Verbindung zur römischen Aristokratie ausdrückte.
Der Palast ist Rechtssitz und Repräsentanz der Associazione Nazionale Città del Vino; das Innere ist daher kein öffentliches Museum. Portal und Fassade lassen sich jedoch von der Straße aus betrachten: Die geometrische Verformung von Kapitellen, Basen und Balustrade ist für den Blick vom alten Olmata-Weg aus berechnet. Die Einwohner von Genzano behalten das Recht, das Palasttor zu durchqueren.
Das Hauptportal ist bewusst geometrisch verzerrt: Kapitelle, Basen und Balustradenelemente wirken nur von der Achse der Olmata aus richtig, eines Tridents baumgesäumter Alleen aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, ursprünglich mit Ulmen. Von anderswo betrachtet stimmen die Proportionen nicht.
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