Ariccia-Brücke, Straßenbrücke in Ariccia, Italien
Die Ariccia-Brücke ist eine 312 Meter lange Straßenbrücke, die sich 72 Meter über das Tal erhebt und beide Seiten der Via Appia verbindet. Sie besteht aus Peperino und Stahlbeton und überquert auf direktem Weg ein tiefes Tal zwischen zwei Höhenzügen.
Der Bau dieser Brücke wurde 1854 unter Papst Pius IX. abgeschlossen und veränderte den antiken Römerpfad zu einer direkteren Verbindung zwischen den Ortschaften. Nach Kriegszerstörung 1944 wurde sie wieder aufgebaut und musste später nach einem Teileinsturz 1967 instand gesetzt werden.
Die vier Travertinsäulen an den Enden der Brücke erinnern an römische Meilensteine der antiken Via Appia. Sie zeigen, wie dieser Ort die alte Straßenroute mit ihrer modernen Überquerung verbindet.
Die Brücke ist für Fahrzeugverkehr zugänglich und wurde 2022 nach umfangreicher Sanierung wieder geöffnet. Bei Besuchen sollte man bedenken, dass der Weg über die Struktur während des Verkehrs aktiv genutzt wird und Vorsicht erforderlich ist.
Der Bau erforderte nur eine einzige Spannweite, um die tiefe Schlucht zu überqueren, was eine seltene Ingenieursleistung für die Zeit darstellte. Diese Lösung mit Schwebebogen machte das Bauwerk zu einem Musterbeispiel für große Brückenbauwerke des 19. Jahrhunderts.
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