Bergantino nymphaeum, Archäologische Stätte am Albaner See in Castel Gandolfo, Italien.
Das Bergantino Nymphaeum ist eine archäologische Stätte bei Castel Gandolfo mit einem zentralen kreisförmigen Becken von etwa 17 Metern Durchmesser, dessen Oberfläche noch Mosaik-Fragmente trägt. Die Anlage besteht aus in Tuffstein gehauenen Räumen, die mit Wasserleitungen und dekorativen Elementen ausgestattet waren.
Die Anlage wurde zwischen 81 und 96 nach Christus als Teil der großen Villenanlage von Kaiser Domitian in den Albanischen Hügeln erbaut. Sie war eines der beeindruckendsten Gebäude dieser kaiserlichen Sommerresidenz.
Die Anlage zeigt römische Handwerkskunst mit mehreren Kammern, die aus einem ehemaligen Puzzolana-Steinbruch herausgehauen wurden und Wasserspiele für kaiserliche Zeremonien nutzten. Besucher können heute noch die Spuren dieser aufwendigen Wassersysteme erkennen, die das tägliche Leben der kaiserlichen Familie prägten.
Die Stätte befindet sich in Via dei Pescatori und bleibt vorübergehend für Besucher geschlossen, aber die gefundenen Objekte sind im Antiquarium der Villa Barberini zu sehen. Wer die Sammlung besuchen möchte, sollte sich vorab über die Öffnungszeiten informieren.
Die runde Grotte erfüllte zwei Funktionen: Sie diente als Badeanlage für den Kaiser und später als Bootslager für kaiserliche Wasserfeste am See. Diese doppelte Nutzung zeigt, wie flexibel die Römer solche Bauten an verschiedene Zwecke anpassten.
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