Drei Zinnen, Berggipfel in den Sextener Dolomiten, Italien.
Die Tre Cime di Lavaredo sind drei Kalksteingipfel in den Sextner Dolomiten der Provinz Belluno, wobei die Cima Grande 2.999 Meter, die Cima Ovest 2.973 Meter und die Cima Piccola 2.857 Meter erreicht. Die Nordwände fallen senkrecht ab und bilden eine der bekanntesten Bergkulissen der Alpen, während die Südhänge sanfter verlaufen und von einem Hochplateau umgeben sind.
Das Gebiet wurde im Ersten Weltkrieg zur Frontlinie zwischen italienischen und österreichisch-ungarischen Truppen, die in den Felsen Tunnel und Stellungen anlegten. Nach Kriegsende wechselte die Region mehrfach die Zugehörigkeit, bis sie endgültig zu Italien kam.
Der ladinische Name lautet "Drei Zinnen", was auf die Form der Gipfel hinweist, die wie drei spitze Türme nebeneinander stehen. Wanderer können entlang der Wege alte Inschriften und Grenzsteine entdecken, die an die Zeit erinnern, als hier verschiedene Herrschaftsgebiete aufeinandertrafen.
Ein Rundweg von etwa zehn Kilometern führt um die Gipfel herum und beginnt bei der Auronzohütte, wobei er in rund dreieinhalb Stunden zu bewältigen ist. Die Route ist gut markiert und bietet mehrere Abzweigungen zu anderen Hütten, von denen aus man die Nordwände aus der Nähe betrachten kann.
Die Gipfel gehören zu einem Welterbegebiet und sind von mehreren kleinen Seen umgeben, die auf dem Plateau in flachen Mulden liegen. An klaren Tagen spiegeln sich die Felswände im Wasser und schaffen wechselnde Ansichten je nach Tageszeit und Lichtverhältnissen.
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