Paternkofel, Berggipfel in den Sextener Dolomiten, Italien
Der Paternkofel ist ein Berggipfel in den Sextner Dolomiten in Südtirol, Italien, der mit drei markanten Felsgräten und steil abfallenden Wänden aus einem hochalpinen Plateau aufragt. Er liegt in unmittelbarer Nähe der Drei Zinnen und ist von mehreren Seiten über gut markierte Pfade erreichbar.
Die erste dokumentierte Besteigung des Paternkofels fand im Jahr 1882 statt. Im Ersten Weltkrieg war dieser Grat ein hart umkämpfter Frontabschnitt, an dem Soldaten ausgedehnte Stollen- und Befestigungsanlagen in den Fels trieben.
Der Name Paternkofel stammt aus dem Ladinischen und spiegelt die alte Kulturgeschichte dieser Bergregion wider. Wer heute hier wandert, entdeckt noch sichtbare Spuren des Ersten Weltkriegs in Form von Schützengräben und Stolleneingängen direkt am Weg.
Der Aufstieg ist von der Dreizinnenhütte im Norden, vom Paternsattel im Süden oder vom Büllelejoch im Osten möglich. Einige Abschnitte verlangen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, weshalb festes Schuhwerk und Erfahrung im Berggelände empfohlen werden.
Ein Teil des Aufstiegs führt durch restaurierte Kriegsstollen, die heute als Klettersteig ausgebaut sind und direkt durch den Fels verlaufen. In diesen dunklen Gängen trifft man noch auf originale Mauerwerk und Nischen, die einst als Schlaf- und Lagerplätze dienten.
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