Villa Madama, Renaissancevilla am Monte Mario, Rom, Italien
Villa Madama ist eine Residenz aus der Renaissance auf den Hängen des Monte Mario im Norden Roms, die für ihre offene Loggia mit segmentierten Säulen bekannt ist. Terrassierte Gärten führen vom Hauptgebäude hinab und verbinden Architektur mit der umgebenden Landschaft.
Kardinal Giulio de Medici beauftragte 1518 einen berühmten Architekten und Maler mit dem Entwurf dieser Residenz als Empfangsort für päpstliche Gäste. Nach dessen Tod im Jahr 1520 blieb das Gebäude unvollendet, behielt aber seinen künstlerischen Einfluss auf spätere Bauten.
Im Inneren der Residenz befinden sich Deckengemälde und Reliefs aus Stuck, die sich an wiederentdeckten römischen Ruinen orientieren und Ranken, Tiere sowie mythologische Figuren zeigen. Diese Verzierungen dienten später als Vorbild für viele adlige Landsitze in ganz Europa.
Das Gelände dient heute als Ort für diplomatische Treffen der italienischen Regierung und ist für die Öffentlichkeit nur selten zugänglich. Gelegentlich werden Führungen angeboten, meist nach vorheriger Anmeldung und im Rahmen von Sonderveranstaltungen.
Im Garten steht ein Elefantenbrunnen, der an ein indisches Tier erinnert, das während der Weihe eines Papstes im frühen 16. Jahrhundert als Geschenk überreicht wurde. Der Elefant lebte einige Jahre im Vatikan und erfreute sich großer Beliebtheit bei Besuchern.
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