Sacro Monte di Varese, Religiöse Pilgerstätte in Varese, Italien
Das Sacro Monte di Varese ist ein Heiligtum mit vierzehn Kapellen, die sich über einen zwei Kilometer langen Kopfsteinpflasterweg auf einen Berg verteilen und 600 Meter Höhe überwinden. Der Weg führt hinauf zum Gipfelsanktuar, wo die letzten Kapellen stehen und sich ein Panorama über die Umgebung öffnet.
Das Heiligtum entstand im vierten Jahrhundert mit einer kleinen, von Sant'Ambrogio erbauten Kapelle und wurde im elften Jahrhundert zu einem romanischen Sanktuarium ausgebaut. Die vierzehn Kapellen, die heute zu sehen sind, wurden später hinzugefügt und spiegeln Änderungen im Glauben und in der Kunst wider.
Jede Kapelle stellt ein Geheimnis des Rosenkranzes dar und zeigt architektonische Elemente vom Manierismus bis zum Barock, gestaltet von verschiedenen italienischen Künstlern. Die Kapellen bilden zusammen einen Weg, der Pilger und Besucher durch religiöse Stationen führt und dabei die Landschaft des Berges respektiert.
Besucher können den Berg durch Wanderwege erreichen oder mit dem Auto hinauffahren, wobei auch eine Zahnradbahn an Wochenenden verkehrt. Der Aufstieg erfordert etwas Geduld und Zeit, aber der Pfad ist gut gangbar, unabhängig davon, welche Route man wählt.
Die Kapellen wurden speziell dafür gestaltet, von außen betrachtet zu werden, wodurch ihre Architektur die natürliche Berglandschaft ergänzt, statt sie zu dominieren. Diese Haltung ist in der Gestaltung von Wallfahrtsorten ungewöhnlich und macht den Ort zu etwas Besonderem.
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